Archiv der Kategorie: Idioms-Redewendungen

I have got your number – mehr als nur eine Telefonnummer

Im Sommer ist Flirtzeit und der erste Schritt in Richtung amouröses Abenteuer ist der Austausch der Telefonnummern. Im Englischen jedoch ist in diesem Zusammenhang linguistisch Vorsicht geboten. Wenn Sie auf Englisch sagen I`ve got your number kann das auch so etwas bedeuten, wie:  ich weiß, wie du tickst.

z.B.

I will not fall for that old trick again, in the meantime I`ve got her number.

To Be out of One’s Depth – englischer Tiefgang

Wieder einmal versucht sich die englische Sprache mit Redewendungen aus der Seefahrersprache im ehemaligen Glanz der Royal Navy zu sonnen.

To be out of one’s depth bedeutet“, dass man sich etwas zugetraut hat, das seine Fähigkeiten übersteigt.

z.B.:

When the new employee had to deal with our most difficult customer, he was a little out of his depth.

Lawn vs. Meadow – gmahde Wiesn

Wer je in England gewesen ist, kennt die Vorliebe der Briten für kurzgeschorene Rasen. Ob diese übergepflegten Rasenflächen das Vorbild für die Frisuren der Skinheads gewesen sind, oder die antagonistische Bewegung des Guerilla Gardenings in Leben gerufen haben, bliebt ungeklärt. Jedoch müssen aus diesem Grunde zwei Begriffe der englischen Sprache geklärt werden, um interkulturellen Schiffbrüchen vorzubeugen:

meadow = Wiese (ungepflegt); lawn = Rasen

In diesem Zusammenhang bleibt noch anzumerken, dass der Rasen auf der anderen Seite des Zaunes immer grüner ist. Man also immer das haben will, was man nicht haben kann:

The lawn is always greener on the other side of the fence.

Fly Idioms – Flieglein, Flieglein an der Wand

Während die Fliege in der deutschen Umgangsprache eine eher geringe Bedeutung hat, erfreut sie sich in der Englischen durchaus großer Beliebtheit:

Im Deutschen spielt man Mäuschen, im Englischen Fliege an der Wand:

I would really like to be fly on the wall in that meeting.

Während man im Bayerischen dem Dialogpartner unterstellt von fliegenden Weißwürsten zu träumen, suggeriert die Englische fliegende Schweine, um die Unglaubwürdigkeit einer Sache anzudeuten:

Yeah Blackpool United winning the Champions League, and pigs might fly.

To learn something on the fly, bedeutet etwas so nebenher lernen.

Wow, this kid is really intelligent, he learned playing chess on the fly.

Toe Idioms – Zeh drauf !

Genauso wie man im Deutschen jemandem auf die Zehen steigen kann, mag auch die englische Umgangssprache auf die Fortsätze unserer Beinextremitäten nicht verzichten:

to toe the mark (toe the line) = sich an die Regeln halten

zum Beispiel: If you want to keep this job, you will have to toe the line.

from head to toe = von Kopf bis Fuß

zum Beispiel: She looks sharp from head to toe.

toing and froing = nicht wissen, was man will

zum Beispiel: She is toing and froing about the issue, one day she wants this, the other day something completely diffferent.

Thorn Idioms – Dorn wo ist dein Stachel

Genauso wie im Deutschen ein Weg dornig sein kann, mag auch die englische Sprache nicht ohne diesen stacheligen Pflanzenauswuchs auskommen:

a thorn in one’s side =  ein Ärgernis sein

z.B.: Our neighbors from above are a real thorn in my side.

no rose without a thorn =  ohne Fleiß kein Preis

z.B.: My new girlfriend is really bitchy, but well, no rose without a thorn.

To Be Smooth Sailing – wenn auf Englisch alles glatt geht

Als letzte Erinnerung an das ehemals stolze britische Empire bleiben, neben protzigen Paraden, noch die Ausdrücke des Seefahrerjargons, mit denen die englische Umgangspsrache noch immer durchsetzt ist.

Auch wenn die Flugzeuträger der Royal Navy aus Kostengründen keine Flugzeuge mehr haben, ist die englische Umgangssprache noch immer seefest:

to be smooth sailing = reibungslos ablaufen, glatte gehen

z.B.: When over these difficulties everything will be smooth sailing.

To Wear A Tin Foil Hat – englische Narrenkappe

Im Zeitalter des Cyberspace gibt es eine Gefahr, die nicht nur paranoid veranlagten Personen graue Haare wachsen lässt: Elektrosmog.

Eine Möglichkeit sich gegen diese Art der Bedrohung zu schützen ist eine Kopfbedeckung aus Aluminiumfolie. Gegen eine Sache kann ein solche Kappe jedoch leider nicht schützen, gegen den Spott unserer Mitmenschen.

Deswegen ist in der englischen Umgangssprache der Ausdruck “to wear a tin foil hat” die Entsprechung der deutschen Redewendung, “sich zum Vollidioten machen“.

z.B.:  If you keep going there, people will think that your´re wearing a tin foil hat.

Aber denken Sie an Woody Allen, der richtigerweise klarstellt, dass nur weil jemand paranoid ist, es noch lange nicht bedeutet, dass sie nicht hinter ihm her sind.

Chop Chop – Zack Zack auf Englisch

Manchmal muss es schnell gehen auch im Englischen. Wenn Sie jemanden zu mehr Geschwindigkeit auffordern wollen, können Sie sich des Ausdrucks “chop chop” bedienen, was dem Deutschen “zack-zack” entspricht. Der Ursprung dieser Redewendung stammt aus dem Chinesischen k’wâi-k’wâi ( 快快; : kuài kuài), was übersetzt schnell, schnell bedeutet.

Whistle Idioms – drauf pfeifen auf Englisch

Genau wie im Deutschen jemandes Schwein pfeifen kann, so mag auch die englische Umgangssprache nicht ohne diesen dilletantischen Versuch ohne Instrument Lieder zu intonieren auskommen:

to blow the whistle = jemanden verpfeifen, verraten

to not just whistle Dixie = Klartext reden

z.B.: This guy was not just whistling Dixie, he really knew what he was talking about.

to wet one´s whistle = saufen

z.B.: Let´s go to the bar to wet our whistle.

to whistle in the dark = ins Blaue schießen

z.B.: I am not just whistling in the dark, I have facts to support my data.