Archiv der Kategorie: linguistics

Alles im Bezug auf die Besonderheiten der englischen Sprache wie ideomatische Redewendungen, false friends, Tips & Tricks für guten Schreibstil und eloquentes gesprochenes Englisch

Oktoberfest English – a survival kit – part I

You have made it. You´re in the tent and after squaring up your elbows your´re getting ready for the big debauchery. Only, even if you didn´t come to talk, a minimum of conversation may come in handy.

The two most important things in a beer tent are, you might have guessed, beer and, not so obvious, chicken.  The German or better Bavarian terms being, Maß as quantifier for one metric liter of beer and Hendl for chicken.

The pronouciation is easy for English speakers.  Maß is pronounced like the English mass the British way and Hendl like handle only like hen at the beginning.

But man doesn`t live by bread alone and a little interpersonal skills won´t do no harm. The second most important good at the Oktoberfest right after beer are said to be females, the Bavarian identifier being Madl, pronounced like meddle, only like master, again the British way, at the beginning.

Bavarian men, even of Schwarzeneggerian dimensions do not take offence in being called boy, the South German term for which being Bua, pronounced like boar. Well, the name says it all.

G mal weich mal hart

Genau wie fränkische Bundesbürger Schwierigkeiten mit der Unterscheidung von hartem und weichem B haben ist die Aussprache des Buchstaben G, am Anfang eines Wortes ist  im Englischen nicht ganz unproblematisch.

Folgt dem G ein  A, U oder O wird es hart ausgesprochen wie zum Beispiel in gangster, go-kart,  gum.

Folgen E oder I ist die Aussprache weich (dsch- so wie in Dschungel). Beispiele:

generation, gin

Ausnahmen bilden in diesem Zusammenhang Wörter, die keltischen Ursprungs sind:

wie zum Beispiel: gift, die Aussprache ist hier hart. Auch keltischen Eigennamen nahmen, braten sich hier ihre irisch, schottische Extrawurst. (Gilligan, Gilmore…)

Folgt dem G ein N bleibt es stumm:

z.B.: gnashers, gnarl


To Turn The Tables on Somebody – englischer Spieß

Wenn Sie im Englischen einem unangenehmen Zeitgenossen Gleiches mit Gleichem vergelten wollen können Sie sich einer Redewendung aus dem Reich die Glücksspieler bedienen.

Im Englischen wird der Spieß umgedreht, indem man die Seiten des Spieltisches wechselt:

I didn`t really like what she did to me, so I turned the tables and gave her some of her own medecine.

Prove vs. Check

Und wieder einmal falsche Freunde ohne Ende. Diesmal zeigen die zwei Begriffe der Überschrift, dass ähnlich klingen und Gleiches bedeuten, zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe sind:

To prove heißt also im Deutschen nicht prüfen, sondern beweisen, was im Englischen wiederum check bedeutet. Wem das zu kompliziert ist kann sich auch mit verify (=verifizieren) oder control behelfen.

Blame vs. Embarrass

Die englische Sprache bietet vor allem deutschen Lernenden eine Vielzahl von Möglichkeiten sich zu blamieren, womit wir auch schon beim Thema wären.

Wer mit dem Satz ” I don’t want to blame me” die Angst vor einer peinlichen Situation  und die damit verbundene Blamage ausdrücken will, steht schon knietief im Fettnapf.

To blame” heißt im Englischen jemandem die Schuld geben und wird außerdem mit einem reflexiven Personalpronomen verwendet:

z.B: I have nobondy to blame but myself. = Ich kann nur mir selbst die Schuld geben.

Was ist jetzt aber mit der Blamage? Die wird im englischen mit dem Wort “to embarrass” ausgedrückt:

z.B: I don’t want to emabarras myself.

To take notice vs. to take notes

Wenn Sie im Englischen Notizen machen dürfen Sie sich nicht des Wortes notice bedienen, weil dies zu Missverständlichekeiten führen kann.

Notice heißt auf Englisch nämlich u.a. Kündigung.

Etwas zu notieren bedeutet auf Englisch “to takes notes“.  ” To take notice” bedeutet auf Deutsch etwas zu Kenntnis nehmen.

z.B.

This is a very komplex topic, maybe it makes sense to take notes.

I can do what I want, she doesn’t notice me.

Last week I got notice, so I have more time for my hobbies.

To Get Back to Someone vs. to Get back at Someone

Als LL Cool J in den Achzigern einen Hit schrieb, indem er die Ansage seines Anrufbeantworters als Text verwendete, war er sich wahrscheinlich nicht im Klaren darüber, dass er damit gleichzeitig eine Gratislektion in Business English am Telefon zur lieferte.

“Hey, how are doing, sorry you can’t get through, why don’t you leave your name and your number and I’ll get back to you.”

to get to through to somebody = telefonisch durchkommen

to get back to somebody = jemanden zurückrufen

Englisch wäre natürlich nicht Englisch, wenn es in diesem Zusammnhang nicht eine Fiesität parat hätte:

To get back at somebody heißt sich an jemandem rächen.

z.B.
When I left my girlfriend, I was really afraid that she would get back at me somehow.

Turtle Vs. Tortoise

Während sich das Deutsche damit begnügt zwischen Land-, und Wasserschildkröten zu unterscheiden, bevorzugt die englische Sprache auf zwei unterschiedliche Begriffe auszuweichen. Turtle für die im Wasser lebende Amphibie und tortoise für ihr landbewohnendes Gegenstück. Zum Glück haben beide eine Sache gemeinsam: sie schwimmen gut in Suppe.

Javelina – Schwein sein auf Amerikanisch

Der neue Film der Cohen Brüder “Gambit” ist besonders aufgrund lingusitischer Besonderheiten interessant. Wie jede Hollywood Komödie lebt auch dieser Streifen von der Situationskomik, die durch die Reibung gegensätzlicher Charaktere entsteht. In diesem Fall ein steifer Kunsthistoriker, gespielt von Colin Firth, der sich in Texas schon mal nach einem Rodeo erkundigt, indem er dies als equestrian tournament bezeichnet, und eine Hillbilly Rodeoreiterin, gespielt von Cameron Díaz, die gerne Weisheiten ihrer Großmutter in tiefsten Texas Dialekt zum Besten gibt.

zum Beispiel:

“If you can´t tell a pig from a javelina, somebody will sure take a big chunk out of your ass.”

Ein javelina ist die amerikanische Abart des Wildschweins (porcus singularis), dessen Namen, wie viele Ausdrücke an der US-Grenze zu México, spanischen Ursprungs ist (jabalí = das Wildschein). Ein javelina hat jedoch nicht nur einen schönen Namen, sondern ist auch optisch ein echter Hingucker: