{"id":6812,"date":"2016-10-28T06:04:23","date_gmt":"2016-10-28T05:04:23","guid":{"rendered":"https:\/\/english-munich.de\/blog\/?p=6812"},"modified":"2016-10-28T06:09:07","modified_gmt":"2016-10-28T05:09:07","slug":"so-macht-man-englischunterricht-wieder-interessant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/english-munich.de\/blog\/so-macht-man-englischunterricht-wieder-interessant\/","title":{"rendered":"So macht man Englischunterricht wieder Interessant"},"content":{"rendered":"<p><strong>Interlehrer \u2013 Lehrer zwischen den St\u00fchlen <\/strong><\/p>\n<p>Kaum eine Erfindung hat unser Leben so ver\u00e4ndert wie das Internet und beeinflusst gleichzeitig die Verhaltensweisen unseres Alltags tiefer. Genau wie sich unsere Einkaufsgewohnheiten auf das Web verlagert haben, muss der Lehrer heute nicht nur kompetent auf sozialer und fachlicher Ebene sein, sondern steht im Wettbewerb mit einer Vielzahl von kostenlosen Bildungsangeboten im Netz. Genau wie der Einzelh\u00e4ndler durch seine kompetente Beratung und seinen \u00fcberlegenen Service seine Konkurrenz im Internet \u00fcberbieten muss, gilt es f\u00fcr den Lehrer besser zu sein als Bildungsangebote aus dem World Wide Web, oder muss diese geschickt in seinen Unterricht integrieren, damit sich die Frage: \u201eWarum soll ich da \u00fcberhaupt hingehen, kann ich zu Hause auf YouTube viel besser lernen?\u201c gar nicht erst stellt.<\/p>\n<p><strong>Die Aufmerksamkeit auf die Folter gespannt<\/strong><\/p>\n<p>Das gro\u00dfe Problem des heutigen Lehrens ist, dass klassischer Frontalunterricht als Konzept eigentlich ausgedient hat. Leider ist dieser aber immer noch traditionell in unserem Bildungssystem fest verankert und wird wohl noch ein Weile als solcher praktiziert werden.<br \/>\nLernende von heute, egal welchen Alters, sind daran gew\u00f6hnt viel Zeit vor Unterhaltungsmedien zu verbringen bei denen sie immer die Kontrolle haben, d.h. dass beim Verlust des Interesses der Kanal gewechselt, oder ein neues Spiel in die Konsole eingelegt wird. Moderne Menschen sind au\u00dferdem einer st\u00e4ndig steigenden Stimulus\u00fcberflutung ausgesetzt, die in der Folge Aufmerksamkeitspannen mikroskopisch werden l\u00e4sst. Im Vergleich zum t\u00e4glichen Reiztrommelfeuer hat der Unterhaltungswert einer klassischen Unterrichtsstunde einen harten Stand, und geht wahrscheinlich Limes x gegen minus Unendlich.<\/p>\n<p><strong>Das Tom Sawyer Prinzip \u2013 andere arbeiten lassen<\/strong><\/p>\n<p>Tom Sawyer wird mit der Aufgabe betraut einen Zaun streichen zu m\u00fcssen. Gar nicht erfreut \u00fcber diese Aufgabe und von seinen Freunden verspottet, tut er so, als w\u00fcrde ihm die Arbeitsfron Spa\u00df machen. Daraufhin wollen die Kumpanen pl\u00f6tzlich auch als Maler aktiv werden, und bieten Tom schlie\u00dflich sogar Geld f\u00fcr die ehemals ungeliebte T\u00e4tigkeit.<br \/>\nJe besser es gelingt die Arbeit des Lernens an die Sch\u00fcler selbst auszulagern, desto mehr f\u00fchlen diese sich abgeholt, sind selber aktiv und verlassen die Rolle eines unselbst\u00e4ndigen Empf\u00e4ngers.<br \/>\nJe mehr die Lernenden in den Prozess des Lernens aktiv mit einbezogen werden, desto effizienter ist der Lernprozess. Ein guter Lehrer steht nicht im Mittelpunkt des Unterrichts, er fokussiert den Lernenden, und ist umso besser, je weniger er ins Unterrichtsgeschehen eingreift.<\/p>\n<p><strong>Die Antiklimax &#8211; den Spannungsbogen spannen <\/strong><\/p>\n<p>Wer zu fr\u00fch mit dem Sahnest\u00fcck der Unterrichtseinheit herausr\u00fcckt, hat sein Pulver verschossen, und kann nichts mehr nachlegen. Es liegt wohl in der Natur des Menschen immer eine Zugabe zu wollen, deswegen empfiehlt es sich, mit die wirklich spannenden Themen nicht zu fr\u00fch zu kredenzen, und sein Publikum ein wenig im Ungewissen zu lassen.<br \/>\nJedoch sollte man stark starten: Es gibt keine zweite Chance f\u00fcr einen ersten Eindruck, sagt eine Binsenweisheit. Das gilt f\u00fcr jede Unterrichtseinheit immer wieder von Neuem.  Wer mit einer langweilig modulierenden Stimme das Thema der Stunde vorstellt, hat schon verloren.<br \/>\nAm besten strukturiert man eine Unterrichtseinheit antiklimatisch, d.h.man beginnt mit einem interessanten Aufh\u00e4nger, streut interessante Themen zwischen weniger spannende und endet im Idealfall mit einem Feuerwerk: denn das Beste kommt nicht umsonst zum Schluss und wird vom Publikum in Erinnerung behalten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/english-munich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Englischkurs-M\u00fcnchen.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/english-munich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Englischkurs-M\u00fcnchen.jpg\" alt=\"Englischkurs m\u00fcnchen\" width=\"640\" height=\"285\" class=\"alignnone size-full wp-image-6814\" srcset=\"https:\/\/english-munich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Englischkurs-M\u00fcnchen.jpg 640w, https:\/\/english-munich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Englischkurs-M\u00fcnchen-300x134.jpg 300w, https:\/\/english-munich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Englischkurs-M\u00fcnchen-624x278.jpg 624w, https:\/\/english-munich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Englischkurs-M\u00fcnchen-20x9.jpg 20w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Der Ton macht die Musik<\/strong><\/p>\n<p>Wer mit einer eint\u00f6nigen Tonart eine Stunde lang monoton auf sein Publikum einredet, wirkt genauso einschl\u00e4fernd wie ein Hypnotiseur und hat nach dem zweiten Satz seine Zuh\u00f6rer verloren.<br \/>\nAu\u00dferdem ist es nicht nur wichtig die Tonlage zu wechseln, auch empfiehlt es sich die Sprechgeschwindigkeit zu variieren und die Lautst\u00e4rke zu \u00e4ndern. So kann man interessante Passagen eines Themas lautmalerisch unterstreichen und erh\u00f6ht so den Unterhaltungswert einer Unterrichtseinheit enorm.<\/p>\n<p><strong>Mit allen Sinnen genie\u00dfen<\/strong><\/p>\n<p>Alle Menschen sind verschieden, jedoch tut der klassische Frontalunterricht noch immer so, als g\u00e4be es einen Normsch\u00fcler, der sich in dieses steife Korsett pressen lie\u00dfe. Wir leben in einer Welt, in der die Konsumg\u00fcter-, und Unterhaltungsindustrie Produkte bis auf den Millimeter auf die individuellen Bed\u00fcrfnisse ihrer Kunden anpasst. In der Schule jedoch, werden immer noch alle \u00fcber einen Kamm geschoren. Eine traditionelle Unterrichtssituation ist haupts\u00e4chlich auf auditiven bzw. visuellen Reiz ausgelegt, haptisch orientierte Teilnehmer kommen meist immer zu kurz. Deswegen lohnt es sich dar\u00fcber nachzudenken einige haptische Elemente in den Unterricht einzuf\u00fchren. Man kann zum Beispiel einem Sch\u00fcler einen Ball zuwerfen, anstatt ihn aufzurufen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/english-munich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/english-1705196_640.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/english-munich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/english-1705196_640.jpg\" alt=\"english-1705196_640\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"alignnone size-full wp-image-6813\" srcset=\"https:\/\/english-munich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/english-1705196_640.jpg 640w, https:\/\/english-munich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/english-1705196_640-300x200.jpg 300w, https:\/\/english-munich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/english-1705196_640-624x415.jpg 624w, https:\/\/english-munich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/english-1705196_640-20x13.jpg 20w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Lehrer 4.0 <\/strong><\/p>\n<p>Wenn du sie nicht besiegen kannst, schlie\u00dfe dich ihnen an. Der Siegeszug interaktiver Medien ist unaufhaltsam, auch im Bildungssektor. Warum also nicht auch auf dieses Pferd setzen und I-Pad und Co. In den Unterricht integrieren. Besonders junge Menschen verbringen einen Gro\u00dfteil ihrer Zeit damit auf ihrem Smartphone zu spielen oder zu kommunizieren. Der klassische Weg des pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chs von Angesicht zu Angesicht geht verloren. Warum also nicht auch diese Kan\u00e4le in den Unterricht integrieren und Lernende mit interaktiven Unterrichtsmethoden arbeiten lassen. So spricht man wieder die gleiche Sprache und der Lehrer wird nicht nur als wei\u00dfes Rauschen wahrgenommen.<\/p>\n<p><strong>Der allwissende Lehrer<\/strong><\/p>\n<p>Google hat den Wert des Wissens relativiert. Trotzdem ist es f\u00fcr den Lehrer wichtig kompetent zu sein und vorzuleben, dass f\u00fcr das Bestehen des Alltags vorteilhaft ist, nicht wegen jede Kleinigkeit auf die Allm\u00e4chtige Suchmaschine angewiesen zu sein.<br \/>\nJedoch darf der Lehrer ruhig auch einmal etwas nicht wissen, und muss nicht die Nebelkerzen hochtrabender Fachausdr\u00fccke z\u00fcnden, um eine Wissensl\u00fccke zu verschleiern. Auch pedantische Rechthaberei macht nicht nur unsympathisch, sondern kostet Glaubw\u00fcrdigkeit.<br \/>\nWenn also mal wirklich etwas nicht wei\u00df, dazu stehen und entspannt bleiben. Schlie\u00dflich ist man kein Lexikon.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interlehrer \u2013 Lehrer zwischen den St\u00fchlen Kaum eine Erfindung hat unser Leben so ver\u00e4ndert wie das Internet und beeinflusst gleichzeitig die Verhaltensweisen unseres Alltags tiefer. 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