Category Archives: Interkulturelles

Interessantes rund um das Thema interkultuerelle Unterschiede von Deutschen und Engländern bzw. Amerikanern

What Does Halloween Actually Mean?

Halloween was introduced in Mainland Europe not before a few years ago, probably in order to give retail revenue a  boost, similar to the introduction of Christmas in China.

So many, all over non English-speaking Europe might not know, where the word Halloween originates from.

The term Halloween, in its actual meaning, is supposed to announce the beginnig of winter, Nov 1st being All Saints‘ Day or All Hallows‘ Day, Okt. 31st, therefore, being All Hallows‘ Eve shortened to Halloween, i.e. the evening before All Hallows‘ Day.

Fifty Shades of Grey – von Paddeln und Peitschen

Nun ist also das letzte Tabu gefallen und der Roman Fifty Shades of Grey hat Sado-Maso jetzt auch  in deutschen Schlafzimmer salonfähig gemacht. Damit einhergehend, können deutsche Newcomer Lack-, und Lederfans nun auch mit einen völlig neuen Set an Anglizismen um sich werfen:

Flogging beispielsweise ist die Behandlung, die man ehedem Zugtieren zukommen ließ, um ihre Gangart zu beschleunigen und die jetzt herkömmliche Zärtlichkeiten ersetzten soll, nämlich: auspeitschen.

Ein paddle ist kein Paddel, obwohl es in seiner Form sehr daran erinnert, sondern eine einem Tischtennisschläger nicht unähnliches Utensil, das benutzt wird, um den passiven Teilenehmer in die Zeit zurückversetzen, als es noch Hiebe gab, wenn man nicht artig war.

Dem unbedarften Beobachter dieses Trends drängt sich die Frage auf: Braucht man das wirklich?

Bitte auch beachten, dass im amerikanischen Englisch grey mit e geschrieben wird, während das britische Englisch a bevorzugt, also gray.

Parent Company – die Mutter aller Gesellschaften

Aus einer Zeit in der sich Menschen wohl noch mit Ihrem Arbeitgeber indentifizierten und von diesem nicht als seelenlose Leistungsbringer und  Performanceablieferer, sprich als Menschen, gesehen wurden, stammt wohl der Begriff Mutter-, bzw. Tochtergesellschaft.

Auch in anglophonen Ländern, trotz straffer protestantischer Arbeitsethik, muss es wohl ein ähnliches Phänomen gegeben haben, nur entschlossen sich unsere englischsprachigen Artgenosssen, die übergeordente Gesellschaft parent company zu nennen, die Tochtergesellschaft bleibt auch im Englischen daughter company.

Bonanza – more Spanglish

Besonders im US amerikanischen Englisch gibt es viele Lehnwörter spanischen Ursprungs, die zum einen ihre Wurzeln im Erbe der spanischen Conquistadores haben, zum anderen von mexikanischen Einwanderen eingeführt wurden.

Ein solches Wort ist zum Beispiel bonanza, das im spanischen u.a. Wohlstand bedeutet.

Im Englischen ist eine bonanza ein echter Glücksgriff, eine Art Sechser im Lotto, der so richtig zum Absahnen einlädt.

Berühmt ist dieses Wort vor allem durch die gleichnamige Fernsehserie geworden.

Hell´s kitchen – englische Teufels Küche

Wenn Sie sich im Englischen in Hell´s Kitchen befinden, muss das nicht unbedingt bedeuten, dass Sie Probleme haben, Hell´s Kitchen ist ein Stadtteil in Manhattan, auch bekannt als Clinton oder Midtown West, der hauptsächlich von irischstämmigen US-Amerikanern bewohnt wird.

Die Herkunft des Namens ist umstritten, eine Theorie besagt, dass eine deutschstämmige Einwandererfamilie, namens Heil dort ein Restaurant mit dem Namen Heil´s Kitchen betrieben hat, woraus sich dann der Name des Viertels abgeleitet haben soll, also vollkommen problemlos: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.

In Teufels Küche kommen heißt auf Englisch: to get into a hell of mess.

z.B.:

If you go on like this, you will end up to get into a hell of a mess.

City – mehr als nur eine Stadt

Gefühlsmäßig liegt der Unterschied im Englischen zwischen einem schnöden town und einer city in der Größe und Wichtigkeit der Ortschaft.

Streng genommen durfte sich im historischen Sinn in Großbritannien eine Stadt nur dann City nennen, wenn sie eine Kathedrale beherbergte. z.B.: Edinburgh, Manchester, Coventry. Davon gibt es im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland immerhin 66.

Erst später wurde der Status City von anderen Kriterien abhängig gemacht, z.B.: flächenmäßige Ausdehnung, witschaftliches Gewicht, Einwohnerzahl usw.

Natürlich wird diese Würde einer Stadt, wie könnte es anders sein, von niemand anderem als der Queen verliehen.

City kann heutzutage, im Englischen wie im Deutschen, auch gleichbedeutend sein mit Innenstadt. z.B.: New York City,  Inner City London.

The Miranda Rights – Sie haben das Recht….

Die Miranda Rights haben nichts mit Limonade zu tun und ihr Wortlaut ist wohl jedem Liebhaber amerikanischer Kriminalfilme bestens bekannt:

  • You have the right to remain silent.
  • Anything you say or do can and will be held against you in a court of law.
  • You have the right to speak to an attorney.
  • If you cannot afford an attorney, one will be appointed for you.
  • Do you understand these rights as they have been read to you?

Diese Rechte müssen einem Tatverdächtigen vor der Verhaftung verlesen werden, ansonsten droht eine Einstellung des Verfahrens aufgrund eines Verfahrensfehlers.

Der Name geht zurück auf den, vor Gericht angeklagten, Ernesto Miranda, dessen Anwalt aufgrund eines Verfahrensfehlers einen Freispruch erwirken konnte, weil sein Mandant nicht auf sein Aussageverweigerungsrecht aufmerksam gemacht worden war und dessen Geständnis das einzige Beweismittel des Prozesses war.

Miranda wurde jedoch  in einer höheren Instanz nachträglich zu 11 Jahren Haft verurteilt. Als Schwacher Trost bleibt ihm, dass sein Name in die Geschichte einging.

Jaywalking – über Rot gehen

Die Stadt München erhebt ein Bußgeld in Höhe von 5,00 €, wenn man eine rote Fußgängerampel überquert. In den USA hat dieses Delikt sogar einen Namen „jaywalking“ und kostet in beispielsweise in Kalifornien stolze 25,00 US $. Der Usprung dieses Ausdrucks stammt von dem US amerikanischen Wort „jay“ = „Tölpel„.

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