things have changed a lot since the old days haven´t they?
Author Archives: andergast
funny Old Spice commercial
Meine Schwester hat mir dieses Jahr ein Flasche mit Old Spice Rasierwasser zu Weihnachten geschenkt. Wahrscheinlich ist das eine codierte Botschaft für irgendeinen Faux Pas.
Was meine Schwester nicht weiss ist, dass Old Spice in den USA zur Zeit extrem hip ist. So dass in vielleicht einem Jahr, wenn die Modewelle zu uns überschwappt auch bei uns Old Spice nicht mehr mit Opi Müller assoziiert wird, sondern mit dem momentan angesagtesten Hipsters, wer weiss.
Grund für die plötzliche Popularität des klassischen Rasierwassers ist eine Serie von Werbespots mit diesem Darsteller:
The Union Jack – die Fahne des Vereinigten Königreiches (UK)
Weil das Leben zu einfach ist lieben die Menschen es, es sich zu verkomplizieren. Warum wohl haben die Chinesen eine Schrift mit mehreren tausend Zeichen erfunden, warum braucht man mehrere Leben um die deutsche Steuergesetzgebung zu verstehen.
Da wollen natürlich auch die Inseleuropäer nicht hinten anstehen und was dem Deutschen seine Steuererklärung und dem Chinesen seine Schrift, sind den Briten und Iren ihre nationalen Minderheiten und provinziellen Zwistigkeiten.
Da überrascht es nicht, dass die Fahne des Vereinigten Königreiches nicht einfach eine Flagge ist, sondern eine Erklärung braucht.
Die Fahne Gossbritanniens, dieses rot, weiß, blaue Farbenpotourrie, das aussieht als hätte ein Malerlehrling seine Farbroller nach allen Kardinalpunkten ausprobiert, ist eingentlich ein Hybird aus den Fahnen Englands, Schottlands und Irlands.
Die Fahne Englands ist ein rotes Kreuz auf weissem Grund (St. Georgsfahne), die von Schottland ein diagonales, weisses Kreuz auf blauem Grund (die Fahne des heiligen Andreas) und die irische Flagge des 17. Jahrhunderts ein rotes, diagonales Kreuz auf weissem Grund (St. Patrick). Alle vereint geben mit ein bischen Phantasie den „Union Jack“ die Fahne des Vereinigten Königreichens.
Wem das zu kompliziert ist, sollte wissen, dass das Vereinigte Königreich von Grossbritannien und Nordirland auch sieben Nationalhymnen hat. Über dieses Thema kann aber jemand anderes schreiben.
Crazy job interview
Was vor ein paar Jahren noch als bizarrer Sketch durchging, ist vielleicht nicht mehr allzuweit von der aktuellen Realität in den Assessment Centern vieler Unternehmen entfernt.
Zu schnell in USA
Während Deutschland, das Land, in welchem eigentlich alles bis auf den Millimeter reguliert ist, sich den Luxus einer nicht existierenden Geschwindigkeitsbegrenzung gönnt, nehmen US Polizeibeamte die Einhaltung des Speed Limits im Land der unbegrenzten Möglichkeiten offenbar sehr ernst.
Filser Englisch bzw. Lübke Englisch
Als Filser Englisch bzw. Lübke Englisch (nach dem Landtagsabgeordenten Filser, einer Figur bei Ludwig Thoma bzw. nach dem ehem. Bundespräsidenten Lübke), bezeichnet man das draufgängerische Übertragen von deutschen Sätzen Wort für Wort in Englische, ohne auf idiomatische Feinheiten auch nur die allergeringste Rücksicht zu nehmen.
http://youtu.be/TuYrK3D1SFI
Herr Lübke soll einmal zur Queen gesagt haben „equal goes it loose“ womit er wohl „gleich geht es los“ gemeint hat.
Auf Bayern III gibt es ebenfalls eine Sendung, in welcher ein vermeintlicher Lothar Matthäus mit ähnlichen Stilblüten auftrumpft. „again what learned“ ist in München zum geflügelten Wort geworden.
Filser Englisch ist sehr unterhaltsam und regt zu sehr kreativen Wortspielen an.
Der Englisch-Anfänger sollte sich jedoch zunächst davor hüten allzusehr damit in Kontakt zu kommen, weil er dadurch jedes Gefühl für idiomatisch richtiges Englisch verliert.
Von Briten, Kelten, Angeln und Sachsen
Ein Kunde von mir hat mir einmal erzählt, dass er einen schottischen Freund gefragt hat, warum England, Schottland und Wales nicht eine einzige Nationalmannschaft haben, sondern immer getrennt bei Weltmeisterschaften antreten. Sein Freund war nicht „amused„, um es milde auszudrücken.
Die Verhältnisse im Bezug auf nationale Minderheiten und Staaten auf der britischen Insel sind so kompliziert wie die deutsche Steuergesetzgebung, weswegen dieser Artikel keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.
Grossbritannien besteht aus drei Staaten England, Wales und Schottland, die zusammen mit Nordirland unter dem Begriff Vereinigtes Königreich von Grossbritannien und Nordirland, United Kingdon (UK) firmieren. Schottland hat neben seinem ausgeprägten nationalen Selbstbewußtsein nicht nur seine eigene Fahne und Sprache, sondern auch sein eigenes Parlament und Gesetzgebung. Wales grenzt sich nicht ganz so deutlich ab, streicht aber bei Volkszählungen den Begriff Britisch durch, um ihn mit Walisisch zu ersetzten, auch hat es seine eigene Fahne und Sprache. Am engsten mit London fühlt sich Nordirland verbunden, weil seiner Bewohner die protestantische Minderheit des katholischen Irland darstellen.
Überhaupt spielt Religion eine große Rolle in diesem Konflikt. Protestanten sind in Schottland und Irland in der Minderheit, während sie in England und Nordirland in der Überzahl sind. Auch die keltische Abstammung der Schotten und Iren, und die sächsische, bzw. französische der Engländer mag einen Grund im nicht ganz reibungslosen Miteinander dieser Völker darstellen. Auch tragen die Schotten den Engländern die Ermordung ihrer Königin Mary Stuart noch immer nach.
Am deutlichsten zeigen sich diese Animositäten bei Fussballspielen, z.B. wenn der protestantische Klub von Glasgow die „Rangers“ gegen den katholischen Klub „Celtic“ spielt. Es kommen hierbei Emotionen zum Ausdruck, die nicht nur mit Sport tun haben.
Irland war sehr lange von England besetzt und trat 1949 aus dem Commonwealth aus. Was immer Sie tun, bezeichen Sie nie einen Iren als Engländer. Das wäre ungefähr so als würden Sie zu einem Österreicher sagen, er sei ein Deutscher, nur tausendmal schlimmer.
Es bleibt zu hoffen, dass mit zunehmender Internationlisierung Briten und Iren ihre internen Konflikte überwinden und ihren Blickwinkel auf die globale Herausforderung richten, um im internationalen Wettbewerb nicht abgehängt zu werden.
Amerikaner sind so, Deutsche sind anders – von Stereotypen und Vorurteilen
Interkulturelle Unterschied Deutschland vs. Amerika – Vorurteile Deutschland vs. USA
Man möchte meinen, das der Einfluss der USA auf Europa durch Hollywood & Co.mittlerweile so gross geworden ist, dass sämtliche nationale Unterschiede im Atlantik abgetaucht sind. Leider liegt der Teufel im Detail und beim Nichtbeachten einiger wichtiger Einzelheiten steht man schnell vor einem interkulturellen Trümmerfeld.
easy living vs treue deutsche Seele
Ein US Amerikaner hat seine Wurzlen im Pioniertum und sieht sich immer noch als solcher, sein Heim ist die Weite und es kann vorkommen, das er im Laufe seines Arbeitlebens mehrere Male umziehen muss. Damit verbunden ist die Überwindung großer Distanzen. Deswegen ist es notwendig, dass US Bürger sich schnell an sich ändernde Umstände anpassen und in kürzerster Zeit neue Kontakte aufbauen können. Hierbei wird nicht Wert auf Seelentiefe und wirkliche Involviertheit gelegt, ein oberflächliches Kennenlernen ist ausreichend.
Amerikaner sind schnell bei der Hand, wenn es darum geht Fremde nach Hause einzuladen, oder erklären sich auch schnell bereit bei Geschäften einzusteigen. Nur sind diese Angebote oft nicht so ganz ernst gemeint und wer sich hier zuviel erwartet kann schnell enttäuscht werden. Ebenso gewöhnungsbedürftig ist die Offenheit im Bezug auf Dinge der Privatsphäre von Amerikanern gegenüber Wildfremden, die fast in Richtung Seelenstriptease geht.
Deutsche brauchen tendenziell eher länger um warm zu werden, legen eher Wert auf echte Freundschaften, die tiefer gehen und nicht nur auf dem Austausch von Alltagsbanalitäten beruhen. Deswegen ist die Sozialisierung schwieriger als in den USA, und der Deutsche wird dort als steif, zu ernst und unnahbar wahrgenommen.
easy money vs. schaffe, schaffe Häusle baue
Die Finanzkrise hat die Entspanntheit der US Amerikaner im Bezug auf Geld in der ganzen Welt berühmt gemacht. Und tatsächlich ist es für einen US Bürger eigentlich normal, auch wenn er knietief im Dispo steht, sich erst einmal bei Gucci neu einzukleiden und einen neuen Porsche auf Pump zu bestellen , bevor er sich einen neuen Job sucht. Was übertrieben klingen mag, ist tief in der amerikanischen Psyche verwurzlet. Teilweise realitätsferner Optimismus und die Risikobereitschaft des Draufgängers sind fest im Selbstverständnis des US Ego verankert.
Da lob ich mir doch Liese Müller, die nach vier Stunden Internetrecherche 1,35€ beim Kauf eines neuen Bügeleisens gespart hat und stolz beim nächsten Kaffekränzchen damit auftrumpft. Zwei verlorene Weltkrieg haben die Deutschen vorsichtig gemacht.
Das Resultat ist das im Vergleich zu anderen Ländern in Deutschland sehr komfortable soziale Netz, und das vollkommene Fehlen eines solchen in USA (wenn man davon ausgeht, dass nie etwas schiefgeht,warum dann absichern)
Zum Glück findet hier eine Annäherung statt, es gibt mittlerweile Deutsche die Ihre Urlaube per Kredit finanzieren und in Amerika ist nach dem credit crunch Sparsamkeit schwer in Mode.
amerikanischer Optimismus vs deutsche Negativität
Deutscher Perfektionismus lässt Fritze Meier den Fokus niemals auf das Erreichte und Schöne richten, sondern immer auf das was noch fehlt und nicht perfekt ist. Niemals ist er zufrieden und ruht auch nur einen Augenblick und blickt stolz auf das Geschaffte zurück, weil schon das nächste Projekt ruft.
Kinder werden wegen nicht optimal gelungenen Bastelarbeiten im Kindergarten von ihren Eltern kritisiert. Und Rolf Müller steht kurz vor dem Herzinfarkt, weil sein Auto einen Kratzer hat. Die Steuergesetzgebung ist die komplizierteste der Welt. Kurz die Depression ist hausgemacht.
In Amerika ist der Fokus eher auf das Positive gerichtet und man konzentriert sich nicht so sehr auf seine Fehler und Probleme, sondern auf die Dinge die man gut gemacht hat. Also alles in Butter?
Leider werden in den USA unangenehme Dinge gerne ignoriert und direkte Kritik wird nicht gerne gesehen, weil sie als Negativdenken aufgefasst wird.
Deutsche können bei Amerikanern mit ihrer direkten Art Probleme anzusprechen sehr unangehm berührte, an Kulturschock grenzende Reaktionen hervorrufen. Während die indirekten Andeutungen von Amerikanern von Deutschen oft ignoriert werden, weil diese als solche gar nicht oder missverstanden werden. Der übertriebene Optimimus von US-Bürgern wird in Deutschland oft als Schaumschlägerei belächtelt bzw. abglehent.
Fakten vs. Charisma
Deutsche misstrauen aus gutem Grund charismatischen Anführen und stehen Sachverhalten, die nicht bis ins kleinste Detail durchanalysiert sind, eher skeptisch gegenüber. Bevor ein Projekt überhaupt angefangen wird, ist alles mit dem Mikroskop durchgecheckt worden. Dementsprechend wenig Spielraum bleibt für Spontanes und Unvorhergesehenes. Wenn dann einmal der kritische Pfad verlassen wird, bekommt so manches Projekt Schlagseite.Auch werden bis ins Atom durchgeplante Vorhaben gerne vor Antritt eingestampft, weil sie der Zeitgeist eingeholt hat.
In den USA werden sie keine auch noch so minutiös geplante Unternehmung an den Mann bringen können, wenn Sie in Ihrer Produktpräsentation das nötige Charisma vermissen lassen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zählen nicht so sehr Fakten, sondern der Glaube an die Machbarkeit einer Unternehmung und die Hoffung, dass sich durch den bewährten Pioniergeist alle Schwierigkeiten bewältigen lassen, die im Verlauf eines Zielvorhabens auftreten könnten. Das Unmögliche wahr zu machen ist für einen Amerikaner nicht eine Frage der Analyse, sondern hängt nur von der richtigen Einstellung ab.
pircture: http://openclipart.org/detail/182382/german-soldier-with-a-hat-by-j4p4n-182382
falsche Freunde im Büro – false friends at work – false friends Teil II
Die Finanzkrise hat das Arbeitsumfeld aggressiver und wettbewerbsorientierter gemacht. Es lauern Intrigen und Ränke werden geschmiedet.
Nun tut sich eine völlig neue Front auf linguistischem Terrain auf. Verwechslungsgefahr droht bei der allzuwörtlichen Übersetzung englischer Begriffe im Büroalltag. Trauen Sie niemandem, schon gar nicht falschen Freunden.
Schon eine einfache Sache wie Kartons zu stapeln kann zum Verhängnis werden. Wer hier sich hier mit to staple cartoons behilft steht schon knietief im Fettnäpfchen. (to staple=tackern, the staple= Büroklammer), cartoon (Zeichentrickfilm).
Hard business bedeutet nicht, dass der Geschäftsführer Verstopfung hat, sondern das Betreiben ernsthafter Geschäfte und ein stoolie ist nicht ein Teamassistent mit Durchfall sondern ein Zuträger.
Wer sich beim chef beliebt machen will, muss in die Küche gehen, denn chef bedeutet auf Englisch Koch und der berühmte chief (kurz für chieftain) ist ein Indianierhäuptling. Der deutsche „Chef„ist der englische boss.
The briefcase ist nicht die Brietasche sondern der Aktenkoffer und on short notice ist nicht eine kurze Notiz, sondern bedeutet kurzfristig. Genau wie to give notice nicht Bescheid sagen heisst, sondern kündigen.
to be continued…….
Ja sagen, auch wenn es schwer fällt
Wer ja sagt muss sich der Konsequenzen bewusst sein, die dieses kleine Wort nach sich zieht, besonders in einer Fremdsprache.
Das Fehlen einer Entsprechung des deutschen „doch“ im Englischen, sorgt für interkulturelle Verwirrung zwischen Deutschen und Anglophonen.
Wenn Sie zum Beisspiel gefragt werden:
„you don´t like beer, do you ?“, und Sie wollten, sagen wir einmal, dieser Aussage widersprechen, wie würden Sie anworten?
Richtig das Fehlen eines Äquivalentes des deutschen „doch“ macht ein energisches „yes“ notwendig. Und bitte vergessen Sie nicht das dem Tempus entsprechende Tag. Also die korrekte Anwort ist:“ Yes, I do.“
Sollten Sie wirklich kein Bier mögen müssen Sie der Frage zustimmen, indem Sie paradoxerweise eine negative Antwort geben:“ No, I don´t„.
This really can´t be a problem. Yes? No?
Which is correct?

