Auf dem Oktoberfest ist das Strumpfband wieder ganz groß in Mode, und was nach reichlichem Alkoholkosum auf der Wiesn männliche Gehirnzellen lendenwärts pilgern lässt, ist im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland ein ernste Sache.
Der Order of The Garter (garter = Strumpfband), auf Deutsch, der Hosenbandorden, ist ein Ritterorden, dem ausser dem Monarchen und dem Prince of Wales nur noch 24 weitere erlesene Auserwählte angehören.
Die Entstehung dieser Schicki Micki Truppe, verdankt Ihren kuriosen Namen einem Missgeschick, bei dem der englische König Eduard III, das Strumpfband seiner Gattin, das diese beim Tanzen verloren hatte, aufhob, sich selber anzog und sagte, um die peinliche Situation zu entschärfen: „Honi sois qui mal y pense„, = „ein Schelm wer Böses dabei denkt„; (die englische Schickeria sprach damals Französisch), was seitdem das Ordensmotto ist.
Einer der ersten US Amerikaner, die ganz groß Karriere machten, ohne ein „WASP“ (White Anglo Saxon Protestant) zu sein, war der irisch-stämmige Präsident John F. Kennedy. In den USA ist es normalerweise karrieremäßig sehr von Vorteil weißer, angelsächsischer und protestantischer Abstammung zu sein.
Die gegenwärtige demographische Entwicklung in den USA, hat spätestens mit der Wahl von Barack Obama klar gemacht, dass sich hier Einiges getan hat. Studien belegen mittlerweile, dass in den Vereinigten Staaten bald mehr Menschen Spanisch als Englisch sprechen werden, was wohl auch Auswirkungen auf die ethnischen Voraussetzungen im Bezug auf Karriere haben wird.
Auf Pump Kaufen, ist durch die Finanzkrise selbst in der Hochburg des Ratenkaufs in Verruf geraten.
Auch stolze US Amerikaner sehen keine Schmach mehr darin, wenn ihr SUV auf dem Parkplatz eines Discounters gesehen wird und auch Preise zu vergleichen hat den amerikanischen Alltag eingeholt.
Für Deutsche hat der Ratenkauf auf Englisch eine besondere Tücke, „rate“ bedeutet zwar „Rate“ aber nur im statistischen Zusammenhang.
z.B. The rate of citizens with German origin in this neighborhood is 30 %.
Die Rate die man abstottert heißt „installment“.
z.B. There is only one installment missing then the house will be mine.
Galt früher das öffentliche Zeigen von Emotionen im Reich der Mitte als Gesichtsverlust, beweisen Konfuzius geistige Ziehkinder, dass Sie nicht nur westliche Produkte gut imitieren können, sondern mittlerweile auch keine Berührungsängste mit dem Nachahmen von spontaner Aggression haben.
Bei dem im beigefügten Clip zur offenen Feldschlacht eskalierenden Basketballspiel, beweisen die Drachenkrieger, dass sie ihre Lektion gut gelernt haben:
Als mich eine Freundin neulich bat, ihr beim Ausfüllen des Anmeldeformulars einer britischen Universität für ein Stipendium, zu helfen, staunten wir nicht schlecht, als wir ganz nonchalant einige Kästchen zum Ankreuzen vorfanden, die das Thema ethnische Zugehörigkeit betrafen. Begriffe wie: White, Black, Asian, Indian usw. wurden mit erstaunlich lässiger Selbstverständlichkeit verwendet.
In der Hochburg der politschen Korrektheit kann das nicht passieren, und sollten Sie als hellhäutiger Mitteleuropäer doch in die Verlegenheit kommen, und kein Problem damit haben, müssen Sie „Caucasian“ ankreuzen, auch wenn Sie nicht aus dem Kaukasus stammen.
Der Term stammt von einem deutschen Antropologen aus dem 18. Jahrhundert, der einen im Kaukasus ansässigen genetischen Archetyp beschreibt, der interssanterweise nicht nur für Europäer typisch sein soll, sondern auch noch allerlei anderer Herren Länder. Die wissenschaftliche Methode zu Eingrenzung dieses Archtypus ist Schädelvermessen, was für Nachkriegsdeutsche einen eher anrüchigen Beigeschmack hat.
Die amerikanische Art das Datum zu schreiben, führt weltweit immer wieder zu Verwechslungen, denn aus globaler Perspektive kann die ‚Nur-Ziffer-Schreibung‘, z.B. 3-12-2001 leicht fälschlich interpretiert werden:
In den Vereinigten Staaten wird in der klassischen Schreibart, die noch sehr populär ist, der Monat dem Tag vorne angestellt!
Deshalb bedeutet 4-11-2011: 11. April 2011 und nicht etwa 4. November 2011 !
Eine andere amerikanische Schreibart ist dann die Version, in der der Monat komplett ausgeschrieben wird: April 4, 2001.
So wird es dann auch gesprochen.
Nun ist dieses Wissen alleine nicht genug, um ein amerikanisches Datum einwandfrei zu interpretieren, denn in einigen Firmen mit internationaler Orientierung, wird einfach die europäische Schreibart übernommen, um international ‚auf Augenhöhe‘ zu sein. Da nun der Außenstehende aber nicht wissen kann, wie das Datum gemeint ist, wird, um Verwechslungen zu vermeiden – i.d.R. der Monat dann mit Buchstaben abgekürzt wiedergegeben (Jan, Feb, Mar, etc.), statt als Ziffer.
Also: 4-April-2011.
Fazit:
Bei offiziellen Dokumenten oder Formularen
1) …genau darauf achten, wie das Datum verlangt wird. Dies wird i.d.R. mit eines genormten Beispiels erläutert: MM/TT/JJ
und
2) man wird meistens auf die klassische Schreibart MM-TT-JJ(JJ) treffen.
Der erste Eindruck ist entscheident, oft wird schon in der ersten Sekunden einer Begegnung klar, ob gegenseitige Sympathie hergestellt werden kann, oder, ob im Gegenteil, die Beteiligten am liebsten auf eine Bekanntschaft verzichten würden.
Bei einem so kritischen Moment, ist es besonders in einer Fremsprache wichtig, interkulturelle Besonderheiten zu beachten.
Bei formellen Begegnungen sagt man : Nice to meet you, pleased to meet you etc.Vorsicht, besonders in GB kann es Ihnen passieren, dass Sie bei einem ersten Aufeinandertreffen „How do you do?“ gefragt werden. In diesem Zusammenhang interessiert sich niemand für momentanes Befinden, dies ist eine Floskel, auf die Sie, als interkulturell geschulter „Englisch für alle“- Leser mit „How do you do?“ antworten. Klingt schräg, aber was will man von einem Volk erwarten das auf der falschen Seite Auto fährt.
Sollten Sie es mit einer wenig kommunikativen Person zu tun haben, können Sie unangenehmes Schweigen überbrücken, indem Sie von sich aus die Initiative ergreifen, und Ihrem Geprächspartner vorschlagen: „May I introduce myself.“oder als Sparversion „I am Robert, good to meet you.“
Wie Sie wahrscheinlich schon wissen, vermeiden Anglophone betretenes Schweigen und füllen peinliche Stille mit allerlei Small Talk. Gute „ice breaker“ sind:
„nice weather, isn´t it?„, „did you have a good journey?„, „this will be a busy day“ etc.
Deutsche lieben es über körperliche Gebrechen und ihre privaten Finanzen zu reden, Anglophone nicht. Vermeiden Sie also, besonders bei einer ersten Begegnung, diese Themen.
Dass Kolumbus eigentlich nach Indien wollte, und AmeriKa nur durch Zufall entdeckt hat, weiss wohl jeder. Im Zuge der politischen, in den USA allgegenwärtigen, politischen Korrektheit, wehren sich die amerikanischen Ureinwohner gegen die Bezeichnung „Indian“ und bevorzugen den Term „Native American„. Also „native speaker“ hin oder her, sagen sie nie „Indian“ zu einem US Bürger eingeborener Abstammung, wenn Sie das Kriegbeil begraben lassen wollen.
Dass sich US Amerikaner Europa nicht besonders Ernst nehmen, und man, wenn man seine deutsche Herkunft offenbart, durchaus so etwas zu Antwort bekommen kann wie: „Yeah, I gotta friend in Dubrovnik“, überrascht wohl niemandern mehr.
Der American-Idol Nachwuchsstar Kelly Pickler zeigt aber, im Bezug auf interkulturelle Ignoranz, völlig neue Dimensionen auf:
„Europe that´s a country, I heard of that, they speak French there.“
Mit der Tatsache konfrontiert, dass Budapest die Hauptstadt von „Hungary“ (Aussprache wie „hungry“), antwortet sie verwirrt: „Hungary (hungry)“ that´s a country? – I have heard of Turkey. (wohl in Anspielung auf turkey = Truthahn)
Der Fairness halber muss man aber sagen, dass sich wohl auch die wenigsten Deutschen, bzw. Europäer in der US-amerikanischen Geographie auskennen. Oder wissen Sie, Hand aufs Herz, wie die Hauptstadt von Alabama heisst. (Montgomery)
Interessant an dem Clip ist auch das Gestichel zwischen dem Moderator und Kelly:
Kelly: I´m listening, but am hearing only what I want to hear.
Host: Yeah, when talking to a man, women only want to hear their opinion in a deeper voice.
Der Frühling ist vorbei und die eben noch lodernenden Flammen „ewiger“ Liebe sind erkaltet. Da heisst es für manch eine(n) „Auf Wiedersehn“ sagen. Heutzutage ist das Gottseidank per SMS kein Problem mehr und man erspart sich per Knopfdruck unangenehmes Feedback vom ehemaligen Partner.
In der guten alten Zeit musste man sich in noch hinsetzen, und einen „Dear John Letter“ schreiben das heisst einen Brief, der dem Liebsten mitteilt, dass er sich beziehungsmäßig umorientieren muss. Männer schreiben einen „Dear Jane Letter„.
Dieser scheinbar schräg anmutende Begriff, kommt von dem Ausdruck „John Doe„, mit dem anonyme Einlieferungen in Krankenhäuser, oder unidentifizierte Soldaten im Krieg vorrübergendend benannt werden, und steht wahrscheinlich in Verbindung mit dem standardisierten Inhalt solcher Briefe.
Klar, dass auch Hank Williams, König das Country und Western, und gleichzeitig des Selbstmitleids, zu diesem Thems seine „two cents“ parat hat:
Well when I woke up this mornin‘,
There was a note upon my door,
Said don’t make me no coffee Babe,
‚cause I won’t be back no more,
And that’s all she wrote, Dear John,
I’ve sent your saddle home.
Now Jonah got along in the belly of the whale,
Daniel in the lion’s den,
But I know a guy that didn’t try to get along,
And he won’t get a chance again,
And that’s all she wrote, Dear John,
I’ve fetched your saddle home.
Well she didn’t forward no address,
Nor she didn’t say goodbye,
All she said was if you get blue,
Just hang your little head and cry,
And that’s all she wrote, Dear John,
I’ve sent your saddle home.
Now my gal’s short and stubby,
She’s strong as she can be,
But if that little old gal of mine,
Ever get’s a-hold of me,
That’s all she wrote, Dear John,
I’ve sent your saddle home.
Now Jonah got along in the belly of the whale,
Daniel in the lion’s den,
But I know a man that didn’t try to get along,
And he won’t get a chance again,
And that’s all she wrote, Dear John,
I’ve fetched your saddle home.
Now I went down to the bank this morning,
The cashier said with a grin,
I feel so sorry for you Hank,
But your wife has done been in,
And that’s all she wrote, Dear John,
I’ve sent your saddle home.