Lerntipps Englisch



Stures Vokabel Büffeln ist out. Beim Lernen gilt wie bei so vielen Dingen im Leben:weniger ist mehr.



Setzen Sie sich ein realistisches Ziel



Viele meiner Kunden kommen in meinen Unterricht mit der Vorstellung in kürzester Zeit mit dem geringsten Aufwand alles erreichen zu können. Bücher wie „Englisch in 14 Tagen“ haben hier Ansprüche geweckt, die mit der Realität nichts zu tun haben.

Wenn Sie Anfänger sind setzen Sie sich an machbares Ziel, etwa in 3 Monaten einige Basics zu beherrschen. Wenn Sie fortgeschritten sind, halten Sie sich vor Augen, dass Englisch eine Sprache mit über 1.000.000 Wörtern ist, zu der jeden Tag ungefähr zehn neue hinzukommen.



Haben Sie ein greifbares Ziel haben (eine Präsentation, Vorstellungsgespräch, eine Urlaubsreise oder ein Lieblingsbuch, das Sie im Original lesen wollen), so sind sie motivierter und auch bereit, die nötige Fußarbeit zu leisten, die für den Erfolg notwendig ist.
Sollten Sie nur Englisch lernen wollen, weil es Ihrer allgemeinen Haltungsnote den letzten Schliff verpasst, oder gut zu Ihrer neuen Handtasche passt, werden Sie nur mäßig erfolgreich sein und wahrscheinlich schnell aufgegeben, um danach mit dem gleichen Erfolg einen Yoga-Kurs oder eine Häkelgruppe zu besuchen, bzw. irgendeinen Jochen Schweitzer Trip mitzumachen.



Setzen Sie sich ein realistisches Pensum



Beim Sprachen Lernen höhlt der stete Tropfen den Stein. Intensivkurse und Bulimie-Lernen können sinnvoll sein, um sich auf ein wichtiges Meeting oder eine Prüfung vorzubereiten, machen aber im Bezug auf nachhaltigen Erfolg wenig Sinn.



Wenn Sie sich zu viel auf einmal aufbürden, werden Sie dieses Pensum nicht aufrechterhalten und aufgeben. Jeden Tag 15 Minuten sind besser als drei Stunden gar nicht.



Machen Sie Englisch zu Ihrem Hobby



Je höher die emotionale Verbindung ist, die Sie zu Ihrer Lernmaterie haben, desto besser werden Sie diese behalten können. Was immer Ihre Interessen sind, verbinden Sie diese mit Ihrem Englischkurs und verpassen Sie damit Ihrem Gedächtnis einen Turbolader.
Generell werden Sie nur Dinge behalten, die eine Verbindung zu Ihrem Leben haben. Unser Gehirn merkt sich nämlich vernünftigerweise nur Dinge, die es wirklich anwendet. Wenn Sie also wahllos Vokablen lernen, die zu Ihrem Leben keinerlei Bezug haben, werden Sie diese, auch wenn Sie diese nicht sehr schnell wieder vergessen, wahrscheinlich niemals anwenden.

Ein guter Weg den Lernprozess praxisorientiert zu gestalten ist, indem man die Einstellungen seines Handys auf Englisch umstellt.

Weiterhin können Sie die Nachrichten auf Englisch anschauen. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie bleiben auf dem Laufenden und verbessern gleichzeitig Ihr Englisch.

Haben Sie eine amerikanische Lieblingsserie. Warum sehen Sie sich diese nicht im Original mit Untertiteln an?



Mit allen Sinnen lernen



Beziehen Sie alle Sinnesorgane mit in den Lernprozess mit ein. Lernen Sie nicht nur aus Büchern, sondern schauen Sie sich englischsprachige Filme an und übersetzen Sie Ihre Lieblingslieder. Auch Schreiben erfreut sich trotz der digitalen Revolution wieder großer Beliebtheit. Also warum nicht wieder ein old-school Vokabelheft führen? (die mit dem roten Strich in der Mitte.)




Lerntypenanalyse



Man unterscheidet im Allgemeinen vier unterschiedliche Lerntypen.

Diese richten sich nach dem favorisierten Aufnahmekanal der Lernenden für Lernmaterial.

Die Lerntypen sind: Auditiv, motorisch (haptisch), visuell und kommunikativ. Welcher Lerntyp Sie sind können Sie unter diesem Link herausfinden.

Auditiver Lerntyp:



Der auditive Lerntyp benötigt zum erfolgreichen Lernen akustisches Lernmaterial. Besonders gut eigenen sich Hörspiele. Für diesen Lerntyp ist es auch besser Vokabeln aufzunehmen und dann wieder und wieder abzuspielen.

Weiterhin macht es bei dieser Orientierung Sinn sich Bücher selber laut vorzulesen. Oder sich diese vom Lehrer, einem Freund, oder einer Lernsoftware vorlesen zu lassen.



Lerntypen Analyse

Motorischer Lerntyp:



Der motorische oder haptische Lerntyp benötigt Praxisorientierung. Um Lernenden mit dieser Orientierung theoretische Inhalte schmackhaft zu machen, gibt es einige Tricks.

Aufschreiben und Ausfüllen von Arbeitsblättern liefert einen haptischen Reiz und gibt das Gefühl etwas geschafft zu haben. Schließlich kann man ein ausgefülltes Blatt mit nach Hause nehmen.

Auch kann man Lerninhalte beim Spazierengehen vermitteln. Diesen Trick wandten schon die griechischen Philosophen an.

Ein Haptiker sollte unbedingt ein richtiges Lexikon benutzen, um ein Wort nachzuschlagen. Der motorische Reiz erhöht die Lernwirkung enorm.

Auch das Erstellen und Benutzen von Vokabelkarten spielt diesem Lerntyp in die Hände.



Visueller Lerntyp:



Der visuelle Lerntyp merkt sich Lerninhalte am besten durch Lesen oder durch Filme oder Videos.

Weiterhin sollte der Lehrer hier auf klar strukturierte Tafelbilder und optisch ansprechende Lernmaterialien achten.

Kommunikativer Lerntyp:



Dieser Lerntyp lernt am besten, indem er das soeben Erlernte gleich in einem praktischen Feldversuch, in einer Diskussion oder in einem Rollenspiel anwendet.

Auch stellt er bisweilen die Geduld des Lehrers auf eine Probe, weil er langwierige und weitschweifige Erklärungen benötigt.

Hier geht es oft nicht um das Thema an sich, sondern die Diskussion. Der Weg ist das Ziel.



Die Mischung machts



Kein Mensch lässt sich nur auf einen Lerntyp reduzieren. Obwohl jeder Mensch seine Hauptausrichtung hat, macht es Sinn alle Lernkänale in den Unterrichtsprozess miteinzubeziehen.

So kann man zum Beispiel optisch ansprechende Vokabelkarten und Mindmaps erstellen und so den haptischen und visuellen Kanal ansprechen.

Oder Sie übersetzen englische Musikvideos auf You-Tube beim Spazierengehen. So erzeugen Sie einen optischen, motorischen und akustischen Reiz.







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